Wir haben dann mal…

Bauchweh, Übelkeit, Müdigkeit, Kuschelbedarf, Gefühlschaos, Antriebslosigkeit, Hunger und Durst und zwar in den verschiedensten Ausprägungen und Zusammenstellungen. Die zukünftige Mama ist schwanger und ich, als zukünftiger Papa bekomme das deutlich zu spüren. Gleich vorneweg, das wird kein Vorwurfs-Post werden. Ich würde aber gerne beschreiben, was die zukünftige Mama so alles mitmacht.

Wenn, die zukünftige Mama morgens in den Tag startet und voller Impetus aus dem Bett kriecht, ist es schon erst mal eine Stunde später als sonst. Schuld daran bin aber durchaus ich. Im Moment finde ich es nämlich mehr als spannend, morgens das „nicht vorhandene“ Bäuchlein zu halten. Ich genieße nämlich das Gefühl dem Zellhaufen ganz nah zu sein.

Die zukünftige Mama ist schon aktiv.

Während ich dann ins Bad trotte, weil die Uhr unerbittlich ihre Runden im Kreis weiter läuft und total unbeeindruckt vom gemeinsamen Kuschel-Szenario zu sein scheint,  begibt sich die zukünftige Mama in die kulinarischen Katakomben (im Volksmund Küche genannt). Sie bereitet, wie fast jeden Tag, für das ganze Haus die Überlebensrationen vor. Im Regelfall sind es zwei. Wenn aber Kind 1 bei uns nächtigt, sind es dann schon drei. Mit Liebe und Hingabe wird dann auch das Frühstück für Kind 1 bereitet.

Nachdem ich, nach dem morgendlichen Standardprogramm der Körperhygiene, in mein Arbeitsdress geschlüpft bin, begebe ich mich nach unten und werde mit einer frisch gebrühter Tasse Kaffee begrüßt. Mir geht´s sowas von gut.  Leider, wird der Kaffee dann allerdings nur inhaliert, schließlich ist es ja schon so spät.

Die zukünftige Mama hat jetzt auch endlich mal Zeit für sich, um die vorbereitenden Maßnahmen für einen entspannten Büroalltag zu kümmern. Während sich die zukünftige Mama ins Badezimmer begibt, fahre ich direkt ins Büro oder eben vorher Kind 1 in die Schule. Wenn ich im Büro angekommen bin, fährt die werdende Mama „erst“ los. Vom Büroalltag will ich jetzt mal gar nicht schreiben und darum, springen wir vom Büro direkt wieder in die eigenen 4 Wände.

Vor dem Büro, ist nach dem Büro.

Der „nach“-Bürotag ist natürlich genau so entspannt, wie der „vor“-Bürotag. (für mich) Essen Jagen, Kochen, Wäsche waschen, bügeln, putzen, staubsaugen, sich um die Familie kümmern, Einkaufslisten ausdenken usw. usw. dass alles und viel mehr, erledigt die zukünftige Mama. Wenn man sich das alles mal vor Augen hält und die Tatsache bedenkt, dass der Körper zum momentanen Zeitpunkt übermenschliches leisten muss, dann ist es nicht verwunderlich, dass die zukünftige Mama erschöpft, müde, niedergeschlagen und Antriebslos erscheint. Da ist es auch nicht sonderbar, wenn sie auf der Couch sitzt und einen emotionalen Film mit Rotz,Wasser und unmengen an Taschentüchern begleitet……ÜBERHAUPT NICHT!…..zukünftige Mama´s tun sowas.

Nicht alle sicherlich und auch nicht jede gleich, aber der Körper verändert sich, die Hormone spielen verrückt, klar dass die emotionale Flexibilität der zukünftigen Mama etwas zunimmt. 😉

Solltet ihr euch in einer ähnlichen Situation befinden oder einen ähnlichen Status anstreben, dann wäre es gut wenn ihr euch mal vor Augen haltet was eure „hochleistungs-hormon-tagretter-zukünftig-mama“ für eine unfassbare Energie in sich verarbeitet.
Nachsicht, Rücksicht und Hilfe sind die Schlagworte die ich euch mit an die Hand geben möchte.

Es wirkt, glaubt mir 🙂

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