~ sechs ~ Die Zahl des Tages oder Zimmertetris

Sechs ist die Zahl des Tages, so lange braucht man nämlich um in einem Haus drei Zimmer einmal im Kreis zu tauschen. Sechs ewig lange und arbeitsgeplagte Tage. Sechs Tage voller Arbeit, Knie- und Rückenschmerzen, Möbel schleppen, Boden legen, Wände streichen und ausmisten……unglaublich wir haben wirklich sechs Tage dafür gebraucht. Aber alles der Reihe nach.

Am Samstag den 08. April haben wir morgens angefangen das Dachstudio von Kind 1 auszuräumen. Es musste alles auf das Arbeitszimmer,das Schlafzimmer sowie den Abstellraum aufgeteilt werden. Mit Hilfe der werdenden Mama und meinem Freund Michl, war das Dachstudio in Windeseile leer geräumt *hüstel*. Kind 1 musste unter der Woche schon mal gutes, brauchbares Spielzeug von schlechtem, altem, nicht mehr brauchbarem Spielzeug trennen. Dreimal dürft ihr raten wie hoch die „Wegwerfquote“ war :roll:. Natürlich, sie ging annähernd gegen null. Sage und schreibe eine blaue IKEA-Tüte voll durfte sich von Kind 1 trennen. Aber gut, ich wollte mal nicht so autoritär sein und habe wohlwollend diese eine Tüte in Empfang genommen 🙂 Mit  neun Jahren kann man sich schon schwer von Spielzeug trennen, auch wenn es eher für Kleinkinder ist. Nach der Räumaktion hatten wir 40m² komplett leeres Dachstudio……und dafür im Arbeitszimmer und Schlafzimmer keinen weiteren Platz mehr 😀
Dachstudio Ost Dachstudio West

Kind1 wurde mitsamt Bett im Schlafzimmer einquartiert und musste nun zusammen mit uns nächtigen. Sehr zur Freude von Kind 1 und zum Leidwesen von uns. Kind 1 plagte nämlich seit Donnerstag ein fette Erkältung mit allem was dazu gehört. Husten, Schnupfen und Fieber. Die Nächte waren also alles andere als geruhsam, vor allem weil ich immer wie ein aufgescheuchtes Huhn im Bett gesessen bin, wenn Kind 1 keine 50cm von mir entfernt einen Hustenanfall bekam.

Den Sonntag ließen wir ruhig und gemütlich angehen. Wir genossen die Sonne und ließen uns diese schön auf den Pelz brennen. Für Montag war die Firma bestellt, die den alten Teppichboden aus dem Dachstudio entfernen sollte und danach wollte ich zusammen mit den „Schwitis“ den neuen Laminat verlegen. Da ich darauf nicht wirklich Lust hatte, hab ich mir am Sonntag abend gleich mal vorsorglich den Mittelfinger der linken Hand böse zerstört (natürlich nicht mit Absicht, falls einer den Gedanken hegen sollte). Ein Bild davon bette ich absichtlich nicht ein, für die ganz hart gesottenen habe ich den Finger aber hier mal zum anschauen 🙂 Eigentlich nur ein Kratzer, der aber höllisch schmerzte. Naja….um das Boden verlegen bin ich trotzdem nicht rum gekommen.

Montag wurde also der „alte“ Boden fachmännisch entfernt. Um 7:30 Uhr rückte die Bodenfirma an und begann gleich mit der schweißtreibenden Arbeit. Gegen 8:30 Uhr war der Teppich in kleine Häppchen zerlegt und flog in hohen Bogen aus dem Fenster auf die Terrasse. Die Monteure kramten dann eine „Höllenmaschine“ aus dem Auto, die sie in das Dachgeschoss hieften. Einer der Beiden fragte mich, ob denn noch jemand schlafen würde, weil es gleich ziemlich laut werden würde. Meine Antwort: Also in unserem Haus schläft keiner mehr und die Nachbarn könnten auch langsam mal aufwachen. Er nahm mich beim Wort und startete das Höllengerät. Unfassbar was eine rotierende Metallscheibe auf einem Boden mit altem Teppichkleber für Lärm machen kann. Nach der 30 Minütigen Behandlung des Bodens……schlief bestimmt kein Nachbar mehr *uuupps*. Ich muss ja zugeben, dass ich mich schon ein bisschen gefreut habe, dass ich zwar Urheber des Lärms war aber nicht der Verursacher.

Als die freundlichen Bodenentferner das Haus verlassen haben, ging es dann ans Laminat verlegen. Das ging dank tatkräftiger und fachkundiger Hilfe schneller als erwartet 🙂 Die zukünftige Mama und die Mama der zukünftigen Mama (Schwiti) haben, während wir oben den Laminat verlegten, in der Zwischenzeit einen 100 Jahre alten Bauernschrank abgeschliffen, der zükünftig das Zimmer vom Gummibärchen zieren soll. Gute Arbeit „Mädels“ *gggg*

Der Dienstag stand dann voll und ganz im Zeichen der Möbel. Das war irgendwie wie Tetris nur umgekehrt und ohne die lustige Musik dazu. Der Kleiderschrank wurde scheibchenweise nach oben befördert und dann „just in Time“ aufgebaut. Gleiches mit dem Kleiderschrank von Kind 1, Regale hin und Komoden her, Matratze rauf, Schreibtisch runter…..usw…..usw… Dienstag Abend waren dann endlich so gut wie alle Möbel an ihrem geplanten Platz. Leider noch nicht wirklich befüllt…..damit haben wir uns am Mittwoch und Donnerstag die Zeit vertrieben.
Gestern war dann endlich Licht am Ende des Tunnels. Allerdings war auch das Ende der Geduld erreicht und so passierte was passieren musste…..5 Minuten kräftiges Donnerwetter…..die werdende Mama und ich habens kräftig krachen lassen. Kind 1 hat sich dabei vorsorglich in seinem Zimmer verkrümelt und die Lage aus sicherer Entfernung betrachtet. Zum Glück wissen wir mittlerweile, die werdende Mama und ich, wie wir mit solchen Situationen umgehen müssen. Jeder ging für ein knappe halbe Stunde seiner Wege und danach hatten wir uns wieder lieb
Zitat der werdenden Mama: Du bist der Donner, ich bin der Blitz. Ganz genau so muss es sich für Kind 1 angefühlt haben 😉
So sieht es nach der ganzen Umbauaktion aus 🙂

dachstudio-ost-fertig dachstudio-west-fertig

Liebes Gummibärchen, ich hoffe sehr, dass du mal in den Genuss kommst, diesen Blogs zu lesen und auch soweit bist um zu verstehen, dass das alles nur für Dich gemacht wurde.
Mama und Papa haben sich mit Schlaf- und Arbeitszimmer unters Dach verkrümelt, dein Bruder hat das ehemalige Schlafzimmer im ersten Obergeschoss bekommen und du das ehemalige Arbeitszimmer, als dein eigenes Reich. In den nächsten Monaten werden wir es dir so gemütlich wie nur möglich darin einrichten, damit du dich sehr sehr wohl fühlst.
Ich möchte hier auch noch mal ein dickes Lob an alle Helfer aussprechen. DANKE, ohne Euch wäre das alles nicht möglich gewesen!!!!

Ich wünsche allen Lesern ein schönes und „entspanntes“  Osterfest. Lasst es ruhig angehen und genießt die schönen Tage

 

 

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One comment on “~ sechs ~ Die Zahl des Tages oder Zimmertetris

  1. Danke für das dicke Lob

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