Woche 19: Die Sache mit dem Kinderwagenkauf Ein Gastbeitrag

Liebe Lesergemeinde,
schon bei den ersten paar Sätzen werdet ihr feststellen, dass diesmal etwas anders ist. Das liegt daran, dass nicht der zukünftige Papa für euch schreibt sondern ich, die werdende Mama – ein Gastbeitrag quasi 😊

Genau wie ihr habe ich in den vergangenen Monaten jede Woche auf den neuen Beitrag gewartet. Vor allem, weil es auch für mich spannend ist, welche Dinge für den zukünftigen Papa diese Woche so außergewöhnlich  waren, dass er sie niederschreibt. Oft fallen ihm Kleinigkeiten auf. Genau die lohnt es sich festzuhalten. Denn sie geraten schneller in Vergessenheit als die großen und sichtbaren Veränderungen. Leider bleibt im Alltag nur allzu oft zu wenig Zeit, dass man gemeinsam dem Wunder „ein Kind wächst im Bauch heran“ gerecht wird. Umso schöner ist es, dass der zukünftige Papa hier alles niederschreibt. So bleibt die Möglichkeit sich beim Stöbern in alten Beiträgen zu erinnern.

Wir befinden uns am Ende der 19. Woche. Little L hat die Größe einer Fleischtomate, ist ca. 15,3 cm lang und wiegt ca. 240 Gramm. In dieser Woche nimmt das Wachstum des Bauches weiterhin deutlich zu. Das ist nun auch für die ungeübtesten Babybauchbetrachter nicht mehr zu leugnen. *ggg* Außerdem hat Little L begonnen Fruchtwasser zu schlucken und Urin zu produzieren. Die Härchen auf dem Kopf sprießen und die Nervenzellen stellen die Verbindungen für die Sinne her.
Spüren kann ich Little L leider immer noch nicht, obwohl die Frau Doktor immer wieder betont, was für ein agiles Kind es ist. Bei den Ultraschalluntersuchungen ist es der Frau Doktor immer eine Bewegung voraus 😉

Ja, und was gibt es jetzt diese Woche zu berichten fragt ihr euch nun sicher?

Überraschenderweise kam früher als erwartet die Benachrichtigung, dass unser bestellter Schnäppchenkinderwagen zur Abholung bereitsteht.  Schnäppchenkinderwagen deswegen, weil dem Einkauf mit einem Schwaben sowieso schon ein detailliertes Einlesen, Testberichte studieren und Preisvergleichen über mehrere Tage vorgelagert ist.
Welches Model es werden soll, war sehr schnell klar. Um zu testen, ob vor allem ich damit intuitiv umgehen kann und das ohne Hilfe von dritten, haben wir uns in die heiligen Hallen des Babyfachmarktes begeben. Dort haben wir unseren Favoriten dann auch gleich gefunden und die fleißige Verkäuferin hat mit ihren Argumenten unsere Kaufentscheidung zusätzlich unterstützt. Wir haben uns auch gleich in die Farbe „graphite grey“ verliebt. Allerdings ist und bei dem Preis gleich der Schweiß auf die Stirn getreten. Dazu kam, dass es gerade ein Angebot dieses Models gab, allerdings in einer anderen Farbausführung. Diese wirkte neben unserem Favoriten sehr dunkel und unfreundlich. Zu diesem Zeitpunkt war unsere Hoffnung noch nicht getrübt, dass wir vielleicht doch noch unseren Favoriten zu einem günstigeren Preis zu finden.

Da wir schon einmal unterwegs waren, haben wir uns noch zu einem Möbelhaus mit großer Babyabteilung durchgeschlagen. Dort war unser Model auch in beiden Farben ausgestellt. Es eilte auch kaum, dass wir bei den Kinderwägen stehen blieben, eine eifrige Verkäuferin herbei. Der zukünftige Papa hat ihr dann, ganz Schwabe, erklärt, dass wir diesen Kinderwagen in einem anderen Fachladen im Angebot gesehen hätten. Und jetzt kommt‘s. Die Verkäuferin meinte, wenn wir ihr ein Bild brächten von dem Preis inklusive Modelbezeichnung und Farbe, dann würde sie uns noch einmal 10 % auf diesen Preis geben. Wir hatten zwar Fotos gemacht, aber auf keinem einzigen waren alle geforderten Eckdaten zusammen zu sehen. Ihr ahnt bestimmt schon was nun kommt. Alle wieder rein ins Auto und zurück zum Babyfachmarkt Nummer 1.

Nebenbei muss ich erwähnen, dass uns Kind 1 begleiten musste, was er aber tapfer ertragen hat und auch nicht einmal gemeckert oder genervt war. Ob das vielleicht an der Stärkung im goldenen M lag *ggg*

Im Babyfachmarkt wurden also die richtigen Fotos geschossen, mit denen es dann wieder zurück ins Möbelhaus ging. Der zukünftige Papa hat noch versucht zu verhandeln, dass wir unseren Favoriten zu dem günstigen Preis bekommen, allerdings war da nichts zu machen.
Wir haben uns dann völlig entkräftet und genervt auf den Heimweg gemacht um eine Nacht über der Frage zu brüten, 200 Euro mehr für den Favoriten auszugeben oder doch lieber das Schnäppchen zu kaufen und die 200 Euro für andere Dinge der Baby- Grundausstattung auszugeben. ( wohlgemerkt geht es bei dem Preisnachlasse lediglich um die Farbe, beim Auto würde man sich das auch dreimal überlegen 😉 )

Die Entscheidung

Frisch ausgeschlafen und ausgeruht, haben wir uns dann für den Schnäppchenkinderwagen entschieden und diesen telefonisch bestellt.

Nun die Benachrichtigung, dass wir unsere Bestellung abholen können. Also, nichts wie rein in die große Familienkutsche und ab zum Möbelhaus. Damit der weite Weg nicht umsonst war und die Babygrundausstattung bei weitem noch nicht vollständig ist, haben der zukünftige Papa und ich beschlossen durch die Babyabteilung zu schlendern. Gesagt…getan. Leider weiß man immer erst, wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist, dass man einen Fehler begangen hat. Aber der Reihe nach.

Wir beiden schlendern also ganz unbedarft und etwas schlaftrunken durch die Babyabteilung. Wo wir wohl gelandet sind? Genau bei den Kinderwägen. Und als wir uns noch einmal vergewissern wollen, dass die Farbe unseres Schnäppchenkinderwagens doch die schönste ist, was müssen wir da feststellen? Genau daneben steht unser Favorit. Was daran so schlimm ist fragt ihr euch jetzt bestimmt.
Unser Favorit ist sage und schreibe um 150 Euro reduziert und kostet nur etwas mehr als unser bereits bezahlter und zur Abholung bereitstehender Kinderwagen. Und das nur 3 Wochen, nachdem wir hin und her gefahren sind um Geld zu sparen. Ihr könnt mir glauben, da ist uns beiden die Kinnlade heruntergeklappt. Nachdem der zuküftige Papa das Funkeln und Begehren in meinen Augen gesehen hat, hat er versucht die Verkäuferin zu überzeugen, dass wir das Model tauschen dürfen.
Sie hat sich auch echt darauf eingelassen. Aber nach mehreren Telefonaten mit den Verantwortlichen gab es folgende Aussage: Wenn wir 25 % Stornogebühren für den Schnäppchenkinderwagen bezahlen, dann könnten wir den Neuen haben. Blitzschnell im Kopf nachgerechnet wären wir bei dem ursprünglichen Preis herausgekommen, der uns ja schon vor 3 Wochen zu viel war. Also haben wir schweren Herzens die Babyabteilung verlassen um den bestellten Schnäppchenwagen abzuholen.
Allerdings mit einer passenden Wickeltasche unter dem Arm und der Bestellung für den zum Wagen gehörigen Fußsack. 🙂 Auch das aufmunternd gemeinte „Ihre Farbe ist aber auch sehr schön“ von der freundlichen Verkäuferin konnte meine Laune in diesem Moment nicht verbessern.

Nun steht der Kinderwagen aufgebaut im Kinderzimmer. Auch seine erste Probefahrt einmal die Straßen auf und ab hat er schon hinter sich. Und ich muss anmerken, dass ich es auf Anhieb geschafft habe ihn auf und zu zuklappen ohne Hilfe und Fluchen😉
Wo er da nun so alleine in dem Zimmerchen von Little L steht und auf seinen Einsatz wartet, muss ich sagen, dass er gar nicht so dunkel wirkt wie in dem tageslichtlosen Geschäft.

Kinderwagen ABC Design Condor 4

Lust auf die Details? Hier der Link zum Hersteller ABC-Design

Was meint ihr? Wie war das bei euch mit dem Kinderwagenshopping? Worauf würdet ihr bei eurem nächsten Kinderwagen noch genauer achten?

Informationsabend im Krankenhaus

Wenn ihr jetzt meint, dass das schon genug aufregende Erfahrungen für einen Tag waren, muss ich euch enttäuschen. 😉 Wir haben uns am Abend noch im Krankenhaus den Informationsabend über die Klinik, Kreißsäle und die Geburt gegeben.

Falls ich jetzt euer Interesse geweckt habe, dürft ihr euch auf den nächsten Beitrag bereits jetzt freuen.

 Bis dahin,

eure zukünftige Mama

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