Woche 20: Halbzeit und unser Besuch im Kreissaal

Unglaublich, wir sind schon in  Woche 20. 20 Wochen schwanger mit Little L, mir kommt es vor, als hätte die werdende Mama erst gestern den Schwangerschaftstest gemacht 😊
Little L ist jetzt ca. 25 cm groß und wiegt ca. 330 Gramm. In den nächsten 20 Wochen wird Little L ungefähr doppelt so groß und 10 mal so schwer werden. Die Plazenta der werdenden Mama hat die endgültige Dicke von etwa 3 Zentimetern erreicht. Der Durchmesser beträgt etwa zehn Zentimeter. Arme und Beine von Little L nehmen jetzt langsam die endgültigen Proportionen an. Die Organe sind fast alle vollständig ausgebildet. Ab sofort konzentriert sich Little L hauptsächlich auf das Wachstum und die Gewichtszunahme.

Die erste Hälfte der Schwangerschaft hätten wir also geschafft. Die werdende Mama wartet sehnsüchtig auf die ersten spürbaren Bewegungen und streichelt ihren Bauch so oft sie nur kann. Abends bekommt Little L dann immer sein Gute-Nacht-Lied aus der Drachen JukeBox vorgespielt. 😊

 KliKlaKlecks

Wie die werdende Mama letzte Woche ja schon berichtet hat, waren wir beim Kinderwagen shoppen. Ein Erlebnis sonders Gleichen.  Ein weiteres Erlebnis war auch der Besuch im Kreißsaal. Da ich bei Kind1 keinen Kreißsaal aus der Nähe besichtigen durfte, Kind1 war ein „geplanter“ Kaiserschnitt, war es für mich sehr spannend zu sehen, in welchen 4 Wänden unser Nachwuchs das Licht der Welt erblicken wird.

Angekommen im Krankenhaus wurden wir erst mal ins Untergeschoss geschickt, wo es eine kleine Präsentation vorab geben sollte. Wir also schön folgsam die Treppen runter, den Gang entlang, am Ende des Ganges Links, Tür auf…… „Schockstarre“.

Da saßen ca. 40 weitere Pärchen und hatten genau die gleiche Idee wie wir. 40 Pärchen in einem Raum so groß wie ein Wohnzimmer, 40 Pärchen zusammen gequetscht wie in einem Hühnerstall. Unfassbar wie viele „werdende Eltern“ es hier im Umkreis doch gibt. In den Gesichtern der werdenden Väter konnte man Bände lesen. Da waren die, die von ihren Frauen gezwungen wurden, die, die nichts Besseres vor hatten an dem Abend und die, die ihre Frauen zu dem Termin gezwungen hatten. 😃 😃 Zu welcher Kategorie ich wohl gehöre? Die wenigsten machten allerdings den Eindruck, als wollten sie bei der Besichtigung unbedingt dabei sein.

Die Präsentation wurde von drei netten Damen gehalten, die Erste stellte sich als die Oberärztin der Kinderstation vor, die Zweite war eine Hebamme und die Dritte war vom ADAC. Was macht eine Frau vom ADAC auf einer Kreißsaalbesichtigung? Die sind doch normal eher für die Unfallverhütung zuständig und nicht für das „Zur-Welt-bringen“ des Unfalls, dachte ich mir nur. Aber ich sollte eines Besseren belehrt werden. Frau ADAC sprach uns sehr ins Gewissen auf den richtigen Babysitz und die richtige Babyschale zu achten. Sie zeigte diverse Kindersitzsysteme und präsentierte, mehr oder weniger geglückt, wie das Baby richtig im Sitz „verankert“ wird. Als sie die Demopuppe rabiat am Kopf packte um sie aus der Babyschale zu zerren, ging ein lautes Raunen durch den Hühnerstall.Sie machte auf eine neue Norm bei den Kindersitzen aufmerksam. Zum einen gibt es die „alte“ ECE R44/04 und die „neue“ UN R129.

Einen lesenswerten Beitrag dazu habe ich bei mamaclever gefunden. Alles über die neue i-size Norm.

Frau Oberärztin erzählte nur kurz was zum Krankenhaus und über die 900 Geburten die sie im Jahr im Krankenhaus haben. Die Hebamme stellte in Bildern die einzelnen „Geburtszimmer“ vor. Zum Glück machten wir danach noch eine Tour durch die Räume. Die Zimmer waren alle sehr gemütlich (was man so gemütlich nennen kann in einem Krankenhaus) eingerichtet.

Nicht so gemütlich klangen allerdings die Erklärungen der Hebamme…Dem ein oder anderen werdenden Papa traten sichtlich die Schweißperlen auf die Stirn, als die Hebamme nur allzudeutlich vormachte, wie das so mit dem Gebären funktioniert. In jedem der 5 Kreißsäle zeigte sie mit vollem Körper-und Stimmeinsatz unter zuhilfenahme diverser anwesender Männer in welchen verschiedenen Stellungen man gebären kann. Die zukünftigen Mamas schienen davon weniger beeindruckt zu sein als die werdenden Papas. Oder waren sie nur so still, weil sie bei all der Darbietungen  mit dem Gedanken immer wieder bei der Frage hängen blieben, wie das kleine Wunder aus ihrem Bauch heraus kommen soll trotz der vielen teilweise exotischen Hilfsmitteln?

Vorallem die Darbietung des Gebärhockers sorgte für erstaunte Gesichter. Da mussten die werdenden Papas schon genauer nach den technischen Details fragen . Die Hebamme war sich nicht zu schade aus den verschiedenen Perspektiven zu zeigen, wie der Gebärhocker eingesetzt wird. Vorallem stellten die werdenden Papas die Fragen während der Kreißsaalbesichtigung. Routiniert und mit Ruhe beantwortete die Hebamme diese alle, trotz hysterischem Gekicher und nicht allzu ernst gemeinten Kommentaren unserer Gruppe.
Der wichtigste Satz des Abends war allerdings: Rausgekommen sind noch alle 😉

Auch wenn wir beide zu Beginn der Veranstaltung nicht wussten, was auf uns zu kommt und wir etwas skeptisch waren, war es gut, dass wir den Abend unter den 40 anderen Pärchen verbracht haben. Ich weiß jetzt, wann ich die Notaufnahme nutzen darf, dass die werdende Mama nicht den gesamten Inhalt ihres Kleiderschrankes einpacken darf und ich habe die Gewissheit, dass die kompetenten resoluten Hebammen gemeinsam mit den Ärzten alles tun werden, damit Little L einen sanften Start ins Leben haben wird…auch wenn bei mir danach der ein oder andere blaue Fleck sichtbar sein wird 😉

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