Woche 26: Berufsverbot für die werdende Mama

Heute berichte ich mal über ein nicht ganz so tolles Thema. Nachdem die Situation letzte Woche ein wenig eskaliert ist, darf die werdende Mama den Rest ihrer Schwangerschaft mit Berufsverbot zuhause verbringen. Ja, richtig gelesen. BERUFSVERBOT

Berufsverbot wegen Chef bzw. in unserem Fall wegen Chefin!

Es ist schon unglaublich wie gleichgültig so manch eine Vorgesetzte ihre Mitarbeiter behandelt. Vor ein paar Monaten habe ich ja schon mal darüber geschrieben. Greif die Nabelschnur
Die Vorgesetzte meiner Frau hatte sich damals schon nicht mit Ruhm bekleckert. Letzte Woche hat sie aber wirklich den Vogel abgeschossen. Verheult und nervlich sehr angeschlagen, kam meine Frau von der Arbeit. Ich wusste zwar, dass sie an dem Tag ein Gespräch zur Leistungsbeurteilung hatte, aber dass es dann offensichtlich unterirdisch ausgefallen sein muss, habe ich nicht erwartet.

Wer meine Frau kennt, weiß, dass sie weder der Typ ist, der Arbeit scheut noch der Typ ist, der nichts Neues dazulernen möchte. Sie ist auch nicht der Typ, der gerne mal „nicht“ mitdenkt oder lieber andere für sich denken lässt. Hilfsbereit, emsig und durchaus auch mal kritisch, sowohl sich selbst als auch anderen oder Arbeitsabläufen gegenüber. So ist meine Frau. Das ihr das einen guten Stand in ihrem Team und darüber hinaus brachte, steht außer Frage. Lediglich die Chefin ist recht stutenbissig und duldet keine andere Meinung und vor allem keine Hinweise auf evtl. bessere Arbeitsabläufe. Mitarbeiter, die Mitdenken oder vielleicht sogar auf Missstände hinweisen….OMG….bloß nicht. Eigenorganisation….wie kann man nur. Jeder der sich auch nur annähernd in die Planung und Organisation einmischt, wird vom Pfeil getroffen….und ich meine hier nicht den von Amor.

Seit dem die werdende Mama damals ihre Schwangerschaft verkündigt hatte, wurde sie regelrecht Opfer dieser schrecklichen Frau. Ganz oft haben wir abends über diesen Menschen gesprochen, die Art und Weise wie sie mit anderen umgeht und ganz oft musste ich der Prellbock sein, der die schlechte Laune abbekam, wenn Chefin mal wieder ihren „Anfall“ hatte.

Auf solche Chefs wartet die ganze Welt.

Little-L fand die Aktion mit der Chefin beim letzten Mal schon gar nicht so spannend und diesmal noch viel weniger. Harter Bauch, Unterleibsschmerzen und natürlich die schlechte Laune seiner Mutter waren die Folge. Am Donnerstag ist meine Frau bei Frau Doktor gewesen und die hat dann kurzen Prozess gemacht. Zuhause bleiben, Ruhe geben, nicht aufregen und bloß nicht ins Büro fahren. Zitat: „Sie tun ihrem Kind damit keinen Gefallen, wenn sie da weiter hinfahren. Ich schreibe sie krank bis zum Mutterschutz.“

Der Mutterschutz fängt eigentlich am 28. August an, heute ist der 27. Juni. Tja, Chefin, das hättest du dir mal früher überlegen sollen, ob du die werdende Mama so runterputzt bei der Leistungsbeurteilung. Jetzt fällt dir die überaus emsige Mitarbeiterin gleich komplett aus und bleibt dann min. noch ein Jahr in Elternzeit. 😛 Ich bin ehrlich gesagt nicht traurig darüber, dass Frau Doktor jetzt das Verbot ausgesprochen hat. Vor allem nach den Aktionen seit Bekanntwerden der Schwangerschaft.
Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht? Wie war das bei euch? Ich würde mal gern wissen, ob meine Frau da nur ein Einzelfall ist.

Dickbauch Woche 26

Diese Woche haben wir außerdem die 26. Woche eingeläutet 🙂 Little-L ist jetzt mit ausgestreckten Beinen schon etwa 37 Zentimeter lang und wiegt etwas mehr als 760 Gramm. Wenn wir in den Bauch hineinsehen könnten, könnten wir einen Blick auf seine oder ihre babyblauen (oder braunen oder grünen) Augen erhaschen, denn ab nun öffnet Little-L seine Augen. Gegen Ende dieses Schwangerschaftsmonats reagiert er immer deutlicher auf Geräusche von außen, denn dann ist das Nervengeflecht in den Ohren vollständig entwickelt. Er macht bereits kleine Atemzüge als Vorbereitung auf die Zeit nach seiner Geburt – auch wenn er jetzt noch Wasser einatmet.

Für uns stehen diese Woche einige wichtige Termine an.
Zunächst beginnt der Geburtsvorbereitungs- oder auch Lokomotivenkurs genannt. An insgesamt 7 Abenden (an drei davon bin ich auch dabei) lernt meine Frau wie eine Lokomotive zu schnaufen. Eigentlich kann sie das ja schon, aber für den Kurs gibt es dann auch ein Zertifikat 😀 😀 :D. Wir haben uns entschieden, dass wir ihn in der Klinik machen, in der auch die Entbindung stattfinden soll. So lernen wir bereits einige der Hebammen kennen und haben vielleicht das Glück, dass eine davon auch die Geburt begleitet.

Dann haben wir diese Woche unseren 1. Hochzeitstag :O :O. Wir werden ihn wohl gemütlich in dem Restaurant verbringen, in dem wir auch gefeiert haben – das ist jetzt schon ein Jahr her, Wahnsinn. Dabei werden wir endlich unsere Gute-Wünsche-Kiste öffnen, die wir von unseren Gästen am Hochzeitstag überreicht bekommen haben. Ja, wir konnten uns beherrschen und haben bisher nicht hineingelurt…auch wenn es sehr schwer gefallen ist.
Zu guter Letzt steht diese Woche noch der Glucosetoleranz-Test bei Frau Doktor an. Ich bin gespannt, ob meine Frau das Zuckerwasser herunterbekommt und es auch drinnen bleibt. Aber „Wat mut, dat mut“.

Es gibt also bald wieder viel Neues zu berichten, freut euch darauf.Merken

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2 comments on “Woche 26: Berufsverbot für die werdende Mama

  1. Hallo liebe Sonja,
    es ist genau wie bei mir damals.
    Schade, dass wir dich jetzt nicht mehr bei uns haben ;(
    Ich finde den Blogg echt super 🙂 🙂 🙂
    Freue mich schon, mehr von euch zu lesen.
    Ganz liebe Grüße Julia

    • Hallo liebe Julia, freut mich sehr, dass du mal auf unserem Blog vorbei geschaut hast und er dir gefällt 😉
      Ja, es ist wirklich schade, dass es so gekommen ist, wie es ist. Aber manche Dinge kann man leider nicht ändern.
      Aber du kannst uns ja folgen und ich hab jetzt auch deine Emailadresse.
      Ich freue mich von dir zu hören und wünsche dir noch viel Spaß mit „unserem Leben“.
      Lass dich nicht ärgern und bis bald, Sonja

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