Das erste Mal ;) – Teil 2 Babynews, Lokomotivenkurs und Zuckerwassertrinkkontest

Letzte Woche war ich das erste Mal beim Lokomotiven…ähm…Geburtsvorbereitungskurs.

Es heißt um die 26. Woche herum sollte Frau mit dem Geburtsvorbereitungskurs starten. Sofern sie natürlich überhaupt einen machen möchte, weil Frau zu diesem Zeitpunkt noch beweglich genug ist. Außerdem soll der Kurs auch rechtzeitig vor der Geburt abgeschlossen sein.

Der zukünftige Papa hat mich zum Glück schon um die 8. Woche herum dazu genötigt, mich um einen Kurs zu kümmern. Für uns stand von vornherein fest, dass die Entbindung bei uns am ortsansässigen Krankenhaus stattfinden soll Deswegen war die Entscheidung auch schnell gefallen, dass ich mich dort zum Geburtsvorbereitungskurs anmelde. Der Vorteil davon ist, dass der Kurs von den verschiedenen Hebammen, die auch den Kreissaaldienst verrichten, durchgeführt wird. So habe ich die Möglichkeit bereits die ein oder andere kennen zu lernen und vielleicht dass Glück, dass auch die dabei ist, die unsere Entbindung begleiten wird.

Die Meinung der Schon-Mamis in meinem Freundes- und Bekanntenkreis zum Geburtsvorbereitungskurs könnten unterschiedlicher nicht sein.  Für mich stehen neben dem Kennenlernen der Hebammen vorallem das „Vertrautmachen mit der Klinikumbegung“ und das Kennenlernen anderer Mamis sowie der Austausch mit ihnen im Vordergrund.

Das erste mal 2
Letzte Woche hat der Geburtsvorbereitungskurs also begonnen.

Den Weg zum Krankenhaus kannte ich, somit war die erste Hürde einfach zu nehmen. Bepackt mit den wichtigsten Utensilien – Trinkflasche, kleines Kissen, großes Badetuch, 26.Woche-Kugel – betrat ich also den Empfangsbereich. Die freundliche Mitarbeiterin am Empfang erkannte auch gleich mein Begehr und beschrieb mir den Weg zum Kursort. Ihrer Erklärung nach klang der Weg sehr einfach und es hätte auch gar nicht so weit sein sollen. Trotzdem wäre ich in den gleich aussehenden langen Krankenhausfluren schnell hoffnungslos verloren gewesen.

Zum Glück hatte fast zeitgleich mit mir eine zweite Mama in spe das Krankenhaus betreten. Aber oh Schreck, was war das an ihrer Hand? Sie hatte neben dem „Überlebenskit“ auch noch ihren zukünftigen Papa dabei. In meinem Kopf ging es gleich los…ratterratter…hatte ich etwa überlesen, dass gleich der erste Abend mit Partner sein sollte? Was würde meine bessere Hälfte wohl sagen, wenn er davon erfährt. Er möchte doch so gerne daran teilhaben (schmunzel). Auch wenn er vor dritten immer seine Späßchen über den „Lokomotiven“ Kurs reißt ;). Als sich die beiden aber, nachdem wir an unserem Kursort mit dem ein oder anderen Umweg angekommen waren, mit Küsschen voneinander verabschiedeten, fiel mir ein mittelgroßer Stein vom Herzen.

Als ich den Saal betrat war ich eine der letzten. Die anderen Mamas in spe saßen schon auf ihren vorbereiteten Matten. Alle bewaffnet mit Stillkissen, großem Handtuch und kleinem Kissen und am Ausfüllen des Anmeldeformulars. Die Hebamme war leicht auszumachen, es war die einzige Frau ohne dicker Babykugel ;). Auch ich richtete meinen „Arbeitsplatz“ ein, blätterte die Begrüßungsmappe mit allen wichtigen Informationen kurz durch und füllte das Formular fehlerfrei aus. Danach ging es dann auch schon los. Zunächst hat sich die Hebamme vorgestellt und wichtige Informationen zum Kurs und zu weiteren interessanten Veranstaltungen des Krankenhauses gegeben. Die angebotenen Themen umfassen alles zu Geburt, Säuglingspflege, Elterngeldantrag, etc..

Außerdem musste sie uns leider mitteilen, dass der Kurs anstatt 7 Abende nur 6 umfasst und davon auch nur zwei anstatt drei Partnerabende beinhaltet. Das liegt an dem akuten Hebammenmangel, der unter anderem aus den teuren Versicherungen resultiert, die die Hebammen privat abschließen müssen.
Liebe Politik, Kinder sind die Zukunft unseres Landes und eurer Diäten, also nehmt euch diesen Themas an. Wie sollen wir Frauen bereit dazu sein, zahlreich Kinder in die Welt zusetzen, die unser Land dringend benötigt, wenn wir nicht die Sicherheit haben, dass jemand da ist, der uns kompetent durch die Schwangerschaft, Geburt und die Wochen danach begleitet?

Da Vorstellungsrunden immer etwas fad sind, hat die Hebamme uns immer zu zweit zusammen gewürfelt. Wir sind 11 Frauen im Kurs, so dass die Hebamme auch als Interviewpartnerin mitgemacht hat. Wir sollten unser Gegenüber ausfragen über die wichtigsten persönlichen Eckdaten wie Name, errechneter Termin, Wohnort und warum wir hier sind. Unsere Ergebnisse haben wir nach ca. 5 Minuten präsentiert.

Auf die Frage: „Wer möchte mit der Vorstellungsrunde beginnen“ hat wie erwartet keiner laut hier geschrien. Also habe ich das erledigt und begonnen. Interessant fand ich, dass ich die einzige bin, die wirklich in der Stadt wohnt. Alle anderen Mamas in spe kommen aus dem Umland. Außerdem sind wir eine bunte Truppe zwischen 25 und 35 Jahren, die bis auf eine Ausnahme alle ihr erstes Kind erwarten. Ach ja, ich bin die letzte, die entbinden wird. Die restlichen Kinder kommen schon ca. 4 Wochen vor Littel-L auf die Welt.
Die letzte, die vorgestellt wurde, war die Hebamme. Ich konnte es mir nicht nehmen lassen am Ende die Frage zu stellen, warum sie denn an diesem Kurs teilnimmt *ggg*. Meine vorlaute Klappe kostet mich irgendwann mal meinen Kopf. Zum Glück versteht sie Spaß und hat in das allgemeine Gelächter mit eingestimmt.

Anschließend haben wir uns „bewegt“. Zuerst sollten wir ganz normal im Kreis gehen und analysieren, ob sich unser Gang verändert hat seit Beginn der Schwangerschaft. Wie soll man bitte schon normal gehen, wenn man sich dabei selbst analysiert? Ich hatte das Gefühl, dass ich noch nie so komisch gegangen bin, wie in diesen 5 Minuten. Wir waren uns einig, dass wir schon ganz schön mit dem zusätzlichen Gewicht zu kämpfen haben. 😉 Lustig war der darauffolgende Spruch der Hebamme „Ihr seid ja noch gar nicht so richtig schwanger“. Sie machte ihre Aussage auch nicht besser, indem sie behauptete wir würden uns am Ende des Kurses noch einmal sprechen deswegen. Jedenfalls wurde durch das gemeinsame Lachen das Eis zwischen uns weiter gebrochen sodass die Stimmung etwas lockerer wurde.

Danach haben wir mit den ersten einfachen Atem- und den Beckenlockerungsübungen begonnen. Dabei hat dann auch die Schon-Mama erzählt, dass sie das alles bei der Geburt ihres ersten Kindes nicht gebraucht hat. Damals ging alles so schnell und war dabei ganz einfach. Es hat alle sichtlich erleichtert zu hören, dass eine Geburt zwar anstrengend ist und allen Beteiligten ganz viel abverlangt, aber im Grunde ganz einfach ist. Auch die Hebamme hat dies bestätigt. Gleichzeitig hat sie uns versprochen, dass wir in diesem Kurs Vertrauen in unseren Körper fassen und ohne Ängste in Richtung Geburt blicken lernen.

Ausklingen lassen haben wir diesen ersten Kurs-Abend mit einer gegenseitigen Massage mit den Igelbällen. Das war eine Wohltat *schnurr*. Ich freue mich schon auf die kommenden 5 Abende und bin gespannt, was ich alles noch erfahren werde.

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