Woche 39: Es gibt noch so viel zu tun Babybauchabdruck und Erste Hilfe Kurs

Die 39. Woche ist angebrochen und es gibt noch so viel zu erledigen ;).

Wie im letzten Beitrag geschrieben, haben wir den angekündigten Gipsabdruck von meinem Babybauch gemacht. Damit unser Abdruck sein Dasein nicht im Keller bei jeder Menge Staub und Spinnen fristen muss, hab ich ein all-in-one Gipsabdruckset besorgt. Einfache Gipsbinden aus der Apotheken tun es natürlich auch. Mein Plan ist es den Abdruck aufzuhängen. Deswegen war ich nur mit den Gipsbinden nicht zufrieden. In dem Set, das ich bestellt habe, war alles dabei:

  • ausreichend Gipsbinden
  • eine Folie zum Unterlegen
  • Vaseline zum Eincremen
  • eine Art Spachtelmasse, mit der man den Bauchabdruck sowohl verstärken als auch Unebenheiten ausgleichen kann
  • eine Versiegelung, damit Staub und Dreck sich nicht halten können
  • die Wandhalterung zum Aufhängen des Abdrucks.
  • eine sehr detaillierte Gebrauchsanleitung
  • 2 verschieden gekörnte Schleifblätter

Nachdem das Wohnzimmer komplett mit der Folie ausgelegt war und auch alles Übrige vorbereitet, haben wir losgelegt. Mein Part bestand darin, die Vorderseite meines Oberkörpers dick mit Vaseline einzucremen. Gar nicht so einfach, wenn die Arme langsam zu kurz sind und man auch gar nicht mehr überall hinsehen kann ;).  Anschließend lag ich dann auf der kalten Folie und durfte mich nicht bewegen. Da ich immer noch ohne Probleme auf dem Rücken liegen kann, haben wir uns für diese Position entschieden. Stehen geht zwar auch noch gut, aber während der Trocknungsphase wirklich unbeweglich dazustehen, habe ich mir nicht zugetraut. Auch wenn die Größe des Bauches bestimmt nicht so herauskommt, wie bei einem Abdruck im Sitzen oder stehen.

Der werdende Papa und Kind 1 haben dann gemeinsam die vielen Streifen Gipsbinden fachmännisch auf meinem Bauch verteilt. Das war teilweise ganz schön kalt, auch Little-L hatte nicht so viel Spaß dabei. Woher ich das weiß? Das Baby hat versucht mit dem ein oder anderen Karatetritt die kalten Streifen von meinem Bauch zu entfernen.
2 Zwei Lagen Gipsbinden später, die mit einer extra Portion Wasser auch gut verstrichen waren, hieß es Warten.  30 – 60 Minuten waren angegeben als Trocknungszeit.  Nach ca. 30 Minuten waren die Gipsbinden zum Glück schon soweit trocken, dass der werdende Papa mich erlösen konnte. Wie in der Beschreibung angegeben, atmete ich tief ein und aus, während mein Mann vorsichtig den Abdruck und meinen Bauch voneinander trennte. Teilweise hatte ich das Gefühl, dass er die Haut mit abzieht…. Aber dank der dicken Vaselineschicht ist nichts passiert.

Danach bin ich erst einmal unter der heißen Dusche verschwunden um die Gipsreste zu entfernen. Auch der werdende Papa und Kind 1 haben einige Zeit gebraucht um allen Gips wieder von der Haut zu bekommen. Vom Wohnzimmer möchte ich gar nicht erzählen. Wahnsinn, wie stark diese Binden gestaubt haben. Am nächsten Tag, nachdem der Abdruck soweit durchgetrocknet war, hab ich erst einmal einen Grundreinigung des Wohnzimmers gemacht ;).

Laut Anleitung habe ich dann mit den restlichen Gipsbinden den Abdruck von außen und innen verstärkt. Nachdem auch diese Schicht ausgehärtet war, kam die Flächenversiegelung, also die Spachtelmasse, zum Einsatz. Auch hier werden lt. Anleitung zwei Schichten nacheinander auftragen. Durchtrocknen lassen zwischen den Schichten nicht vergessen. Bei der ersten Lage habe ich die groben Unebenheiten ausgebessert. Die zweite Schicht habe ich dann dazu benutzt, den Abdruck gleichmäßig und glatt zu bekommen. Was mir auch einigermaßen gelungen ist. Als nächstes  werden mit dem beiliegenden Schleifpapier noch die letzten Unebenheiten beseitigt. Zu guter Letzt werde ich mit dem sogenannten „Gesso“ die Oberfläche versiegeln.

Und erst dann wird der Bauchabdruck zum Kunstobjekt ;).
Ich bin wirklich begeistert, wie so langsam aus der Mumienoberfläche ein schöner, fester, glatter Abdruck wird. Schon jetzt, nachdem die Spachtelmasse getrocknet ist, könnte der Abdruck bereits an die Wand gehängt werden. Tun wir aber nicht :). Erst, wenn das Kunstwerk ganz fertig ist.
Dafür habe ich schon Ideen gesammelt. Auf jeden Fall möchte ich gerne den Namen und das Geburtsdatum auf dem Abdruck verewigen. Vielleicht halte ich den Abdruck eher schlicht mit einer einfachen Schleife unter der Brust. Oder aber ich tobe mich aus mit Mustern und Steinchen und Blümchen und Glitzer :).

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Mutig haben der werdende Papa und ich uns noch zu einem Erste Hilfe Kurs am Kind angemeldet. Wegen der Sommerpause fand der nächste Termin mit freien Plätzen erst Ende September statt. Wir waren allerdings zuversichtlich, dass Little-L uns beide noch an diesem Kurs teilnehmen lässt. Zum Glück hat es so geklappt. Wir sapen also an einem Samstag mit anderen Eltern und einigen Erzieherinnen beim „Bayerischen Roten Kreuz“. Dank der engagierten Mitarbeiterin sind die 8 angesetzen Stunden wie im Flug vergangen. Als vierfache Mama und mit viel Erfahrung als Rettunsdienstlerin hatte sie viele Geschichten aus dem echten Leben dabei. Dadurch war es sehr einfach der vielen Theorie zu folgen, die immer wieder durch Anekdoten aufgelockert wurde.

Eine der wichtigen Erkenntnisse war für uns, dass es bei Kindern meistens um die Behandlung von kleinen Verletzungen geht. Wirklich schwere und lebensbedrohliche Verletzungen sind zum Glück eine Ausnahme.
Meiner Meinung nach beruht die erste Hilfe vorallem auf Instinktund logischen Nachdenken. Trotzdem war es für uns hilfreich noch einmal die wichtigsten Themen durchzusprechen.

  • Verschlucken verschiedener Flüssigkeiten, ätzend und nicht ätzend
  • Verschlucken von festen Gegenständen
  • Schnittwunden
  • Verbrennungen
  • Notfallnummern
  • Erfrierungen
  • Reanimation

Die Erfahrungen, die die anderen Eltern und Erzieherinnen dazu hatten, waren sehr interessant. Auch wenn ich nach 8 Stunden sitzen nur noch auf meine Couch wollte, bin ich froh, dass wir diesen Kurs besucht haben. Wir fühlen uns gut gewappnet gegen kleine und auch größere Unfälle, die Little-L in Zukunft haben kann.

Little-L  bereitet sich auch schön langsam auf seinen großen und heiß ersehnten Auftritt vor. Er misst in der Scheitel-Fersen-Länge etwa 50 Zentimeter. Sein Gewicht liegt bei etwa 3250 Gramm. Das Längenwachstum ist schon seit einigen Wochen abgeschlossen. Little-L versucht zum Schluss noch jede Menge Fett einzulagern um sich für die ersten Tage gegen Kälte und Hunger zu wappnen. Auch die Lungenreifung ist spätestens jetzt abgeschlossen. Leider sind die Kindsbewegungen jetzt wirklich kaum noch spürbar bzw. werden seltener.
Wie oft habe ich mich geärgert, dass Little-L mich morgens durch seine Tritte aufgeweckt hat. Jetzt erwische ich mich morgens ganz oft dabei, wie ich meinen Bauch streichel, kitzel und zwicke um unserem Baby eine Bewegung zu entlocken. Einfach nur, damit ich weiß, dass es ihm gut geht. Zum Glück tut er mir auch meist den Gefallen und zaubert mir damit ein breites Lächeln uns Gesicht.

Noch letzte Woche habe ich mich gefragt, wann es denn mit den Vorwehen wohl losgeht. Oder ob sie schon längst da sind und ich sie nicht spüre. Tja, da sind sie nun und die Angst, dass ich sie nicht merken würde, war völlig unbegründet. Soweit fühle ich mich noch fit und wohl. Dieser Druck nach unten bei jedem Schritt ist aber sehr unangenehm. Langes Sitzen verstärkt den Druck um ein Vielfaches, weswegen ich versuche das zu vermeiden. Auf der anderen Seite ist es eine wunderbare Sache, dass mein Körper und Little-L genau wissen, wann und wie sie sich auf die Geburt vorbereiten müssen, obwohl es ja das erste Mal ist.

Ich bin sehr gespannt, was uns noch alles in den nächsten Tagen erwartet und wann und wie es dann losgeht.

 

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