Es ist ein Junge!

Am 14. Oktober 2017 veränderte sich unser Leben für immer. Unser kleiner Little-L. erblickte mit 3540 Gramm und 52cm das Licht der Welt und eroberte unsere Herzen im Sturm.

Nach einer sehr anstrengenden und sehr nervenaufreibenden Geburt hieß es um 10:21 Uhr „Es ist ein Junge“ herzlichen Glückwunsch.

10 Monate hat es gedauert bis wir zu den unzähligen Untersuchungen, der Übelkeit, der Gewichtszunahme, dem Schluckauf im Bauch und zu den Ultraschallbildern ein Gesicht und ein Geschlecht hatten. 10 Monate, die jetzt, im Nachhinein betrachtet, wie im Flug vergangen sind. Meine Frau hatte eine Traumschwangerschaft, wenn man da andere Mütter berichten hört. Alle Wehwehchen und alle Zipperlein waren wirklich nicht der Rede wert. Die Geburt hatte es allerdings schwer in sich. Darüber werde ich aber im nächsten Beitrag schreiben. Heute geht’s mal nur um den Nachwuchs.

Unser Little-L hat jetzt die ersten 9 Tage seines Lebens auf der Uhr und wie es sich für einen stattlichen Jungen gehört, entwickelt er sich prächtig. Das Geburtsgewicht, das ja nach der Geburt oft um bis zu 10% absackt, haben wir schon wieder erreicht und sogar überschritten. Die Mama macht das gut mit dem Tankvorgang alle 3 Stunden. Nach dem Stillen ist der kleine Mann aber immer sowas von erschöpft, dass er ins Milchkoma fällt. Die ersten 2 Stunden nach dem Stillen ist er komplett mit Verdauen und Schlafen beschäftigt ist. Die Stunde, die er dann bis zum nächsten Tankvorgang wach ist, verbringt er mit Schauen, Staunen und, wie soll es anders sein, Kacken :lol:. Was in den ersten Tagen als leichte Herausforderung galt, wird immer mehr zur Routine und es kehrt mit jedem Tag ein Stückchen mehr Alltag in unser Leben zurück.

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Die ersten Bauchbeschwerden hat der kleine Kerl nun auch schon hinter sich. Nachdem er sich so unsagbar gequält hatte, sich von seinem verdauten Unrat zu trennen, haben wir in der Apotheke Sab Simplex Tropfen gekauft, die wir ihm zu jeder Mahlzeit unterjubeln. Drei Tropfen auf den Schnuller und ab damit in den Mund. Klar hätte es auch ein homöopathisches Produkt getan. Wir wollten aber keine Experimente starten, sondern wollten, dass es den Kleinen nicht mehr so schlimm zwickt im Bauch. Es war auch absolut die richtige Entscheidung. Nachdem er die Tropfen zum ersten Mal bekommen hatte, war auf einmal alles ganz entspannt und alles ging seinen Weg so wie es sollte.

Die ersten Besuche hatte Little-L schon im Krankenhaus empfangen. Ganz als erstes durfte Kind1 seinen Bruder in Augenschein nehmen. Ihr könnt euch nicht vorstellen wie gespannt wir auf die Reaktion von Kind1 waren. Schließlich ist er nun ja nicht mehr der alleinige Herrscher über seine Patchwork-Familie.
Dieses Strahlen in den Augen von Kind1 war so unbeschreiblich. Mit seinen 10 Jahren hat er total behutsam und mit größter Vorsicht den Königsjob „Ich darf das Baby halten“ gemeistert. Unglaublich stolz und mit einer Seelenruhe hatte er Little-L auf dem Arm. Jede Bewegung und jedes Zucken wurde akribisch analysiert. Wir hatten uns im Vorfeld echt sehr viele Gedanken zur ersten Begegnung der beiden gemacht. Wie wird er reagieren, wird er sehr eifersüchtig sein, wie geht er mit dem neuen Erdenbürger um? Alles Fragen, über die wir uns sehr lange und sehr intensiv Gedanken gemacht haben.

Wie sich nach den ersten paar Tagen aber herausstellt, sind unsere Bedenken echt unbegründet gewesen. Großer Bruder stolz auf kleinen Bruder. Der Beschützerinstinkt absolut geweckt und das höchste der Gefühle ist es für den Großen, das Vertrauen für die Verantwortung übertragen zu bekommen. (Klar haben wir ein Auge drauf, aber das sorgt für Bindung) Wir vermitteln dem Großen auch nicht das Gefühl, dass jetzt jemand neues „mehr Aufmerksamkeit“ bekommt als er, sondern dass wir alle ein Familienmitglied dazu gewinnen, das von allen mehr Aufmerksamkeit erfordert, weil es eben noch so klein ist.

Oma und Opa von Little-L waren auch schon im Krankenhaus um den Zwerg in Augenschein zu nehmen. Stolz und Freude konnte man auch hier nur sehr schwer „nicht“ erkennen. 😀 😀
Als dritten Gast empfing der kleine Mann seinen Onkel, der einen wirklich guten Eindruck mit Little-L auf dem Arm hinterlassen hat. So ein Baby würde dem Onkel auch gut stehen. Jetzt, wo er wieder in festen Händen zu sein scheint….kann er ja mal mit dem Gedanken spielen *ggggg*.

Auf jeden Fall gibt es nichts, dass das Gefühl beschreiben kann, wenn man sieht, dass Familie durch alle Altersstufen funktioniert. Danke FAMILIE!!!!!

Die Heimfahrt vom Krankenhaus war ein besonderes Highlight für uns alle. In den Tagen, in denen meine Frau im Krankenhaus lag, habe ich unzählige Male den Kindersitz auf festen Halt und auf Funktion geprüft. Wir haben zwar nur 5 Minuten vom Krankenhaus bis nach Hause…..aber so ungeprüft konnte ich den Sitz ja nicht im Auto transportieren. Wie auf rohen Eiern habe ich den Heimweg mit meiner wertvollen Fracht angetreten. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal so vorsichtig und umsichtig Auto gefahren bin.

Ich bin stolz und wir sind Zuhause!

 

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2 comments on “Es ist ein Junge!

  1. Ich wünsche euch 4 alles Glück der Welt, genießt diese wunderbare Zeit, die man nie wieder vergisst.

  2. Lieber Heiko!
    Ich hoffe, euch geht es immer noch gut und ihr habt noch keine Augenringe vom evtl. Schlafmangel – aber die gehören ja eigentlich dazu 😉
    Ich lese deine Beiträge immer sehr gerne, deswegen habe ich dich für den Blogger Recognition Award nominiert.
    Mehr Infos gibt hier: https://www.dorfmama.de/blogger-recognition-award-vielen-dank-fuer-die-blumen/

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